Sofortiger Stopp des Angriffs auf Afrin!

Türkische Truppen haben am 20. Januar mit deutschen Waffen Afrin angegriffen. Da die Stadt und der gleichnamige Kanton Afrin zu Syrien gehören, handelt es sich um einen völkerrechtswidrigen Angriff der Türkei auf Syrien. Diplomatisch hatte Deutschland dem türkischen Angriff grünes Licht gegeben. Der Sprecher des Auswärtigen Amts, Herr Breul, erklärte am 19.01.2018: „die Türkei (hat) legitime Sicherheitsinteressen entlang ihrer Grenze mit Syrien, welche für die Türkei von herausragender Bedeutung sind“.

In Oberhausen fanden bisher zwei Demonstrationen gegen den Angriff auf Afrin statt. Es beteiligten sich 500 bzw. 200 Personen. Auf einer Veranstaltung der Rojava-Solidarität Oberhausen am 05. Februar wurden Vorschläge besprochen, um Solidarität mit Afrin zu zeigen. Die Menschen dort, darunter viele Flüchtlinge, die vor dem syrischen Bürgerkrieg in das bisher ruhige Afrin flohen, brauchen humanitäre Hilfe. Auch die Aufklärung über die Gleichstellung von Mann und Frau, aller Religionen und der Nationalitäten in Afrin soll weitergehen. Die dort praktizierte basisdemokratische Selbstverwaltung von unten nach oben ist vorbildlich für den ganzen Nahen Osten, bedroht aber Erdogans Regime, das z.B. die Pressefreiheit aufgehoben hat, Journalisten einsperrt, demokratische Parteien unterdrückt und Oppositionelle verfolgt.
Schließlich wird zu untersuchen sein, welche Firmen im Ruhrgebiet an deutschen Rüstungshilfen für die türkische Armee beteiligt sind.

Das Solidaritätskomitee trifft sich wieder am Montag, den 12.02.2018, 18 Uhr, im Linken Zentrum, Elsässerstraße 19, 46045 Oberhausen-Stadtmitte. Unterstützung ist erwünscht.

Dr. Peter Berens
Rojava-Solidarität Oberhausen
Oberhausen, 09.02.2018


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