Hunderttausende fliehen aus Afrin: vor türkischen Bomben, Dschihadisten und Leopard2

Türkische Truppen und mit ihnen verbündete Dschihadisten haben den kurdischen Kanton Afrin in Syrien angegriffen und besetzt. Leopard 2-Panzer stehen vor dem Rathaus der Provinzhauptstadt. Über 500 Zivilisten wurden durch türkische Luftangriffe ermordet. Hundert-tausende sind auf der Flucht. Alles was nicht niet- und nagelfest ist, wird im einstmals blühenden Afrin von den Dschihadisten geplündert. Dagegen ist die Versorgung der Flüchtlinge katastrophal.

Mit Beginn des türkischen Angriffs hat medico international die Nothilfe für Afrin ins Leben gerufen. Nachdem das Krankenhaus in der Provinzhauptstadt von der türkischen Luftwaffe bombardiert wurde, PatientInnen und medizinisches Personal geflohen sind, unterstützt die Nothilfe nun die Flüchtlinge in Rojava.
Ihnen fehlen Zelte, Planen, Decken, Matten, Trinkwasser und Nahrungsmitteln. Die einzige Hilfe leisten der kurdische und der syrische Rote Halbmond. Von den westlichen Großmächten, die tatenlos dem völkerrechtswidrigen türkischen Angriff auf Afrin zusahen, kommt nichts. Die CDU/CSU-SPD-Regierung schweigt. Stattdessen werden hier den DemonstrantInnen für Afrin die kurdischen Fahnen verboten.
Medico international steht den Menschen aus Afrin weiterhin bei, die eine basisdemokratische, pluralistische Gesellschaft aufbauen wollten. Dazu brauchen sie unsere Unterstützung.

Deshalb haben wir Anita Starosta von medico international nach Oberhausen eingeladen. Sie wird die aktuelle Lage der Flüchtlinge aus Afrin schildern und die Kampagne Nothilfe für Rojava vorstellen.

Veranstaltung:
Nothilfe für die Flüchtlinge aus Afrin

mit Frau Anita Starosta / medico international

Donnerstag, 19.04.2018, 19 Uhr, CVJM, Marktstraße 150


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